Zur vervollständigung unserer elektrischen Anlage werden wir uns noch ein paar Rauchmelder kaufen.
Nicht nur in der grade vor uns liegenden Advents- und Weihnachtszeit besteht das Risiko, daß ein Haus in Flammen aufgeht. Sehr oft lösen neben Fahrlässigkeit (Ist der Herd aus?) und kokelnden Kindern auch technische Defekte einen Brand aus. Wenn dies nachts passiert, führt das sehr häufig zu Toten, weil man vom Feuer nicht wach wird und an den Rauchgasen erstickt.
In neun Bundesländern (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bremen und Sachsen-Anhalt) gilt deshalb bereits eine Rauchmelderpflicht für private Wohnräume in den jeweiligen Landesbauordnungen. Obwohl wir nicht per Gesetz “gezwungen” sind, Rauchmelder einzubauen, sind wir dennoch von der Wichtigkeit (insbesondere wenn man Kinder im Haus hat) überzeugt und werden welche installieren.
Da die Stiftung Warentest lieber Brandverursacher wie Heizdecken und Föhns testet, kann man hier leider nicht viele Informationen bekommen. Genauso wie bei der Wärmepumpe mußte ich auch hier mal wieder feststellen: Wenn man ein Testergebnis braucht und sogar noch findet, dann ist es schon asbach-uralt. Der letzte Test liegt ziemlich genau 9 Jahre zurück, was bei den meisten Komponenten eines relativ preisgünstigen elektronischen Geräts, wie einem Rauchmelder wahrscheinlich schon zur Produktionseinstellung geführt haben dürfte. Im gleichen Heft wurden auch noch 70cm Röhrenfernseher mit 100Hz und IBM-kompatible PCs mit Pentium 4 oder Athlon XP Prozessor getestet.
Ich kann mir kaum vorstellen, daß irgendeines der damals getesteten Geräte heute noch in unveränderter Form vertrieben wird. Die brauchbarsten Infos findet man im Netz auf der Seite der Initiative Rauchmelder retten Leben. Dort gibt es viele Informationen, was einen guten Rauchmelder auszeichnet, mit konkreten Produktempfehlungen hält man sich jedoch zurück.
Wir haben uns letztlich für ein Modell der Firma FlammEx entschieden. Dieser besteht aus einem Rauchmelder (K-SD4) und einem Funkmodul (KFVM-433).
Dieser Rauchmelder bietet als besondere Finesse die Möglichkeit der Funkvernetzung, so daß ein ausgelöster Alarm gleich auf alle angeschlossenen Melder übertragen wird. Die Geräte werden für längere Lebensdauer mit Lithium-Batterien versorgt. Ein Anschluß ans 230 V-Stromnetz ist im Privathaushalt nicht sinnvoll. Die Installation müßte nämlich sehr aufwendig mit speziellen hitzebeständigen Kabeln über eine separate Sicherung erfolgen. Häufige Brandursachen sind nämlich Kabelbrände und dann ist der Rauchmelder vermutlich das erste was nicht mehr geht.
Der Hersteller kommt aus Deutschland und die Geräte haben sowohl in österreichischen als auch schweizer Tests hervorragend abgeschnitten. Der Vorgänger dieses Rauchmelders war auch Testsieger bei einem Test der Sendung “markt” beim NDR. Das Gerät ist nach der aktuellen Norm DIN EN 14604 zertifiziert und vom Verband der Sachversicherer (VdS) anerkannt. Zudem verfügt es auch über ein Insektengitter zur Vermeidung von Fehlalarmen, was bei den günstigeren Geräten in der Regel nicht der Fall ist.
Die Rauchmelder werden bei uns in allen Schlafräumen sowie den Fluren mittig an die Decke gepappt, undzwar mit den praktischen Befestigungen von Magnetolink.

Das steht bei uns auch noch auf der to-do-Liste.
Wie kommt das denn preislich?
Die oben beschriebene Kombi (Rauchmelder + Funkvernetzung + Li-Batterie + Magnetolink) kommt auf knapp 55 € / Stück.
Oops. Ich dachte das wäre bundesweit einheitlich. Bei uns waren die Rauchmelder (schon 2007, Berlin) inklusive.
Grüße
Rainer
Nee, Baurecht ist Landesrecht und da ist die Republik ganz bunt und föderalistisch.